BLINKWINKEL AZUBI – Spannendes rund ums Staatsweingut
Hallo zusammen,
mein Name ist Salome Möller und ich bin mittlerweile in meinem letzten Ausbildungsjahr als Kauffrau für Büromanagement beim Staatsweingut Freiburg.
Im Januar konnte ich mir an zwei Tagen einen kleinen Einblick in die Aufgaben des Referates 23 (Weinmarkverwaltung) des Staatlichen Weinbauinstituts verschaffen. Zu den Hauptaufgaben zählen die Durchführung der amtlichen Qualitätsweinprüfung sowie die Gemeinschaftliche EU-Weinbaukartei. Mein besonderes Interesse galt der Qualitätsweinprüfung. Seit 1971 werden am Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg Weine aus dem Anbaugebiet Baden, die eine amtliche Prüfnummer erhalten sollen, geprüft. Nur wenn man eine amtliche Prüfnummer für seinen Wein hat darf man geografische Herkünfte wie z.B. Baden, Ortsnamen oder Lagennamen nutzen.
Dort habe ich alle Arbeitsschritte vom Eingang der Weinflasche, der Eintragung der Daten des Antrags und der Planung der Prüfung mitbekommen. Die Prüfung findet zwei Mal in der Woche statt und es können bis zu 240 Weine mit 4 Kommissionen pro Prüftag sensorisch geprüft werden. Das heißt jede Kommission besteht aus 3-4 Sachverständigen aus unterschiedlichen Bereichen der Weinbranche. Jede Kommission prüft maximal 60 Erzeugnisse. Die Sinnenprüfung erfolgt nach dem DLG-5-Punkte Schema. Die Mindestpunktzahl beträgt nach diesem Schema 1,5 Punkte. Die Sinnenprüfung wird digital durchgeführt und die Ergebnisse werden automatisch ausgewertet.
Ich durfte auch als Gast an einer der Prüfungen teilnehmen und einige Weine mit probieren. Der Einblick und die verschiedenen Weine zu probieren war für mich sehr interessant.
Auch die anstehende Arbeit nach einer Prüfung habe ich mitbekommen. Der Winzer muss hier benachrichtigt werden, wenn sein Wein nicht durch die Prüfung kommt oder wenn die Weine bestanden haben.
Mit schnellen Schritten geht es jetzt auf meine Abschlussprüfung zu und ich freue mich sehr, wenn ich es geschafft habe. Finde es aber gleichzeitig schade, dass meine Ausbildungszeit zu Ende geht.
Viele Grüße
Salome Möller