Lößterassen

Das Landschaftsbild des Kaiserstuhls hat sich von 1962 bis 1972 durch die Flurbereinigung stark gewandelt. Unter dem Begriff „Flurbereinigung“ wird die Zusammenlegung mehrerer Rebparzellen verstanden, um agrarstrukturelle Probleme zu lösen.
Die Landwirtschaft in Süddeutschland befand sich bei der Gründung des Landes Baden-Württemberg sowohl gegenüber anderen Ländern als auch gegenüber anderen Wirtschaftszweigen in einer sehr ungünstigen Wettbewerbssituation.

Die zumeist sehr kleinen Parzellengrößen (teilweise vier bis zehn Ar) und der hohe Parzellengrad als Folge der überwiegend vorherrschenden Realteilung beim Erben ließen den rationellen Einsatz moderner Ackerbaugeräte und Bewirtschaftungsverfahren nicht zu. Folgerichtig konnte nur eine grundlegende Flurneuordnung die Voraussetzungen für erfolgreiche Umstellungs- und Entwicklungsmaßnahmen der Weinbaubetriebe schaffen.

Ziel und Aufgabe der Flurbereinigung war die Verbesserung der Agrarstruktur. Daraus ergab sich, dass Grundstücke zusammengelegt wurden, eine Aufstockung der Betriebsflächen erfolgte und Wirtschaftswegenetze neugeordnet werden konnten. Zudem wurde auch bei der Entwicklung des ländlichen Raumes durch die Erhaltung und Gestaltung der Kulturlandschaft, Dorfentwicklung und Erholungsvorsorge mitgewirkt.

Mit der Flurbereinigung am Kaiserstuhl entstanden sogenannte Lößterrassen. Durch diese Lößterrassen verbesserte sich die Ertragslage bzw. die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Produktivität der Weinbaubetriebe. Dies hatte zur Folge, dass der Aufwand der Landbewirtschaftung verringert, die Produktivität der Betriebe erhöht und dem Betriebsinhaber ein höheres Einkommen ermöglicht wurde. Die Aussichten der Entwicklung des modernen Weinbaus waren erfreulich, da durch den Ausbau des Wegenetzes und die gestiegene Wirtschaftlichkeit der größeren Rebparzellen nun auch modernste Weinbautechniken und Maschinen zum Einsatz kommen konnten, die den Weinbau noch heute prägen. Somit konnte durch die Flurbereinigung der Kaiserstuhl als Weinbaustandort nachhaltig gesichert werden.

Vor-Flurbereinigung58a43a400ca1b   Nach-Flurbereinigung58a43a31d4b68

Vor der Flurbereinigung                                             Nach der Flurbereinigung

 

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Lößterassen

Das Landschaftsbild des Kaiserstuhls hat sich von 1962 bis 1972 durch die Flurbereinigung stark gewandelt. Unter dem Begriff „Flurbereinigung“ wird die Zusammenlegung mehrerer Rebparzellen verstanden, um agrarstrukturelle Probleme zu lösen.
Die Landwirtschaft in Süddeutschland befand sich bei der Gründung des Landes Baden-Württemberg sowohl gegenüber anderen Ländern als auch gegenüber anderen Wirtschaftszweigen in einer sehr ungünstigen Wettbewerbssituation.

Die zumeist sehr kleinen Parzellengrößen (teilweise vier bis zehn Ar) und der hohe Parzellengrad als Folge der überwiegend vorherrschenden Realteilung beim Erben ließen den rationellen Einsatz moderner Ackerbaugeräte und Bewirtschaftungsverfahren nicht zu. Folgerichtig konnte nur eine grundlegende Flurneuordnung die Voraussetzungen für erfolgreiche Umstellungs- und Entwicklungsmaßnahmen der Weinbaubetriebe schaffen.

Ziel und Aufgabe der Flurbereinigung war die Verbesserung der Agrarstruktur. Daraus ergab sich, dass Grundstücke zusammengelegt wurden, eine Aufstockung der Betriebsflächen erfolgte und Wirtschaftswegenetze neugeordnet werden konnten. Zudem wurde auch bei der Entwicklung des ländlichen Raumes durch die Erhaltung und Gestaltung der Kulturlandschaft, Dorfentwicklung und Erholungsvorsorge mitgewirkt.

Mit der Flurbereinigung am Kaiserstuhl entstanden sogenannte Lößterrassen. Durch diese Lößterrassen verbesserte sich die Ertragslage bzw. die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Produktivität der Weinbaubetriebe. Dies hatte zur Folge, dass der Aufwand der Landbewirtschaftung verringert, die Produktivität der Betriebe erhöht und dem Betriebsinhaber ein höheres Einkommen ermöglicht wurde. Die Aussichten der Entwicklung des modernen Weinbaus waren erfreulich, da durch den Ausbau des Wegenetzes und die gestiegene Wirtschaftlichkeit der größeren Rebparzellen nun auch modernste Weinbautechniken und Maschinen zum Einsatz kommen konnten, die den Weinbau noch heute prägen. Somit konnte durch die Flurbereinigung der Kaiserstuhl als Weinbaustandort nachhaltig gesichert werden.

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