Jetzt wird es ausgezeichnet!

 Ausgezeichnet – Unser Projekt gewinnt Preise! 

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Hier in den Freiburger Weinbergen gehen die Wetterkapriolen diesen Sommer – wenn man das denn überhaupt noch so nennen kann – heiter weiter. Die Auswüchse fühlen sich eher wie in den Herkunftsgebieten unserer beiden Rassen an: auf der Insel Ouessant, die im Atlantik der westlichsten Landzunge der Bretagne vorgelagert ist, stürmt und regnet es das ganze Jahr. In England, genauer an der Grenze zu Wales, liegt die Grafschaft Shropshire, wo es etwas milder ist aber nicht unbedingt weniger Niederschlag gibt. Uns Schafen bereitet das Wetter also keine Sorgen.

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Die Winzer dagegen schimpfen umso mehr und geben ihr Bestes, damit es dieses Jahr noch Wein gibt. Die Frostschäden sind mittlerweile deutlich zu sehen und führen zu teilweise beträchtlichen Ertragsausfällen. Hinzu kamen die letzten Wochen ideale Bedingungen für das Pilzwachstum, wodurch sich Infektionen besonders durch den Falschen Mehltau rasant ausbreiten konnten. Die Schönwetterfenster, um die Reben mit Pflanzenschutz zu behandeln, waren sehr eng. 

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Die Gräser und Kräuter unter den Reben sprießen dieses Jahr fast schneller als wir fressen können. Schmecken tun sie dafür besonders gut. Mittlerweile dürfen wir sogar wieder Weinblätter fressen, denn die schmecken uns sowieso am besten. Gezielt stellen uns unsere Betreuer in Weinberge zur Entblätterung der Traubenzone. Dass das offiziell eigentlich Arbeitszeit ist kümmert uns wenig. Von mir aus könnte das gern den ganzen Sommer so weitergehen - perfekte Work-Life-Balance sag ich euch! 

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Unser Ausflug nach Berlin wurde leider endgültig abgesagt. Eigentlich war der Plan, dass wir die zarten Halme vor dem Schloss Bellevue verkosten (und gleichzeitig mit unseren Dunghaufen etwas biologisch aufwerten) dürfen. Unser Projekt wurde nämlich vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eingeladen auf der Woche der Umwelt am 10. und 11. Juni 2021 innovative Lösungen für die Zukunft zu präsentieren. Die Veranstaltung musste dann digital stattfinden und wir Schafe konnten nicht mal zuschauen. Was soll‘s, wir haben lieber noch ein paar Weinblätter gefressen. 

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Was wir drauf haben durften wir kürzlich einer hochkarätigen Gruppe demonstrieren. Unser Projekt wurde beim „Unsere Heimat und Natur Wettbewerb“ von Edeka Südwest ausgezeichnet. Die Übergabe des Preisgeldes fand diesmal vor unseren Augen statt, was für uns sehr spannend war. Natürlich freuen uns derartige Auszeichnungen, zeigen sie doch die Anerkennung unserer hochqualifizierten Arbeit in der Öffentlichkeit. Der Schafswein, den es zur Feier des Tages dazu gab, blieb uns wieder einmal verwehrt. Wir durften stattdessen noch ein paar Rebenstöcke entblättern. Vielleicht könnt ihr unseren Schafswein probieren und mir sagen wie der schmeckt! Für einen Rosé sollte das Wetter ja langsam mal passen. 

 

Sonnige Grüße, 

Eure Jette

 

 

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