Unsere Schafe frisch frisiert!

Wolle ab – Schafsschur! 

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Ein verrücktes Jahr ist das! Erst kalt, dann warm, dann kalt mit Regen - über den haben wir uns erst noch gefreut und Jette sich sogar gewünscht - dann noch mehr Regen und noch mehr Regen bei mäßigen Temperaturen. Mir reicht‘s allmählich und ich hoffe der Sommer bleibt jetzt endlich. 

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Über diese Wetterkapriolen freut sich gefühlt allein das Gras, welches unglaublich sprießt, so dass wir aktuell Probleme haben mit dem Fressen hinterher zu kommen. Die Reben treiben langsam, die Blüte hat Ende Mai noch nicht begonnen und allmählich werden die tatsächlichen Frostschäden sichtbar. Für Rotwein wird es dieses Jahr eine Herausvorderung, beim Weißwein besteht durchaus noch Hoffnung. 

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Auf die saftigen jungen Austriebe haben wir uns schon den ganzen Winter gefreut. Als es dann endlich an den Reben etwas zu knabbern gab, wurden wir prompt auf die Flächen mit den Hagelschutznetzen gestellt. Die Weinreben wachsen dort vor uns Schafen geschützt in den Netzen und wir können von außen zusehen. Zum Glück treiben einige Triebe auch unterhalb der Netze aus – die sogenannten Wasserschosse – die putzen wir am liebsten weg. Darüber freuen nicht nur wir uns, sondern auch die Winzer, die sich dann nicht mehr selbst bücken und die Triebe per Hand entfernen müssen.  

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Die größte Veränderung im Mai war für uns der unangekündigte Besuch der Schafs-Friseuse. Eines Morgens wurden wir zusammengepfercht und bekamen schnipp-schnapp oder besser brr-brrr (denn so macht die Schermaschine) unser Wintervlies abgeschoren. Ich hab meine Freundinnen gar nicht mehr erkannt und musste erstmal lachen als ich Jette sah – ist die schlank geworden! Ich sag euch, es war eine riesige Erleichterung, denn in unserem Wollvlies steckt nicht nur Wolle, Lanolin (Wollfett), Schweiß und Wasser, sondern auch jede Menge Sand, Erde, Samen, Tiere und vielleicht ein paar Rosinen. Neben der reinen Wollfaser können die anderen Stoffe bis zu 50% vom Gesamtgewicht ausmachen. Insgesamt fühle ich mich jetzt also 4-5 kg leichter und bin froh die nicht mehr herumschleppen zu müssen. Da jetzt der Sommer kommt ist die praktische Isolation, die uns unser Wollvlies den Winter über bei Schnee und Regen geboten hat auch nicht mehr nötig. Das mit dem Scheren hat recht gut geklappt. Am Ende hat sich sogar unser Schäfer spontan unter die Maschine gesetzt. 

Sommer-Grüße aus dem Weinberg,

Eure Rosalie 

 

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