Winzerschafe - wie wir den Winzern im Weinberg zur Hand gehen

Hallo zusammen,

heute darf ich, Tom, bloggen. Oskar ist so oder so gerade mal wieder mit dem Zählen von Grashalmen beschäftigt. Er unterbricht das nur, wenn er sie frisst. Den Sinn dahinter versteht er allein…

Ab und an kommen hier aber auch richtige Forscher*innen vorbei und zählen Grünzeug. Im Fokus sind die Kletterpflanzen Acker- und Zaunwinde, die hier bisweilen an den Rebstämmchen emporranken.

Ackerwinde

An den beiden Windenarten labt sich wiederum die Winden-Glasflügelzikade und kann von dort die für Reben gefährliche Schwarzholzkrankheit übertragen. Die Wissenschaftler*innen und Winzer*innen freuen sich also immer, wenn wir diese Pflanzen gefressen haben und so zum Schutz der Rebe beitragen. Da trifft es sich auch ganz gut, dass Acker- und Zaunwinden die Schwarzwälder Kirschtorten des Schafes sind: Verdammt lecker und allererste Wahl im Bouquet der Wiese! Man hilft ja gerne.           

Ohne-Ackerwinde


Wir wurden gefragt, ob es auch Damen in unseren Reihen gibt! Und ob! Ein weibliches Schaf nennt man übrigens „Aue“. Hier grasen gerade 35 Auen. Ich zeige Euch unten mal ein Bild. In solch einer Gesellschaft grast es sich sehr schön!

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Eine zweite Frage war, ob wir uns auf Französisch unterhalten, weil unsere Rasse ja waschecht bretonisch ist. „Mäh“ ist natürlich eine internationale Sprache! Egal ob Kärntner Brillenschaf, Merino oder Kamerun-Schaf: Wir verstehen uns immer!
„Mäh“ also!

Euer Tom und Oskar

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  • Feine Tiere

    Ihr seid zwar klein, aber fein und nützlich. Einige eurer Artgenossen arbeiten sogar bei der Stadt Paris und halten dort u.a. die Böschungen des Boulevard périphérique sauber. Da werden die Autofahrer staunen.
    Eure Ahnen stammen ja von der Île d'Ouessant, wo es euch heute nicht mehr gibt, aber von der ihr euren Namen habt. Den könnten die Blog-Schreiber mal verbessern. Oskar würde sich auch nicht gern Qskar nennen lassen.

  • Passt

    Also Tom, ich finde ja: Das gehört so. Wenn ihr den Winzer*innen und Forscher*innen schon helft, solltet ihr auch die leckersten Winden fressen dürfen.

  • 1-Mäh mit Hut und Mappe

    Herzlich willkommen, Tom und Oskar, ich bin äußerst erfreut, Euch zu sehen! Ihr seid wohl der beste Beitrag zum Thema Umwelt- und Naturschutz und es wäre mir daher eine große Ehre, Euch in der zweiten Hälfte Juni, wenn ich höchstselbst nach meinen Rebstöcken schauen komme, einmal persönlich den Lauf zu schütteln - oder auf das Horn zu klopfen, wie Ihr wollt. Seid Ihr denn auch im Gebiet des Blankenhornsberg unterwegs? Ich will Euch ja nicht verpassen.
    Sagt mal, zum welchem Coiffeur, pardon, Schaf-feur geht Ihr denn, wenn Euch das Fell zu warm wird?
    Und wer ist überhaupt auf die glorreiche Idee gekommen, Euch zum Grashalm-Malmen einzuladen? Schmecken die Euch so gut, wie uns die Original "grie Soß" (also grüne Soße) aus Frankfurt?

    Diktiert Eurem Amanuensis schön weiter, was Ihr so erlebt, ich bin gespannt! Und vor allem: Grüßt mir die "Damen vom Ballet", sprich Auen, ohne die wäre es Euch sicherlich langweilig.

    Mit einem herzlichen Widder -"Mäh" grüßt

    Dolly